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Benjamin Netanjahu hat die Wahl in Israel mit Angstparolen gewonnen. Doch der Premier ist mehr als ein zynischer Populist, meint Tessa Szyszkowitz: Er ist das Produkt einer Gesellschaft, die an den extremen Bedingungen ihrer Existenz verrückt wird.

Benjamin Netanjahu brauchte keine halbe Minute, um Angst und Schrecken zu verbreiten: „Die Araber strömen in Scharen zu den Urnen“, verkündete der rechte Likud-Chef am vergangenen Dienstag, dem Tag der israelischen Wahlen, in einem 28 Sekunden langen Video.

Jerusalem, Israels „ewig geeinte Hauptstadt“, ist heute geteilter denn je: zwischen Israelis und Palästinensern, zwischen Christen, Juden und Moslems, zwischen religiösen und säkularen Juden. profil besuchte Bewohner, die darunter leiden – und das ändern wollen.

Text und Fotos: Tessa Szyszkowitz/Jerusalem

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Die langen, schwarzen Locken. Der dunkle Bart. Der missionarische Glanz in den braunen Augen: Man könnte Russell Brand leicht für einen Wiedergänger von Jesus Christus halten. Oder von Che Guevara. Oder für eine Mischung aus beiden: Messias und Revolutionär.
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© 2018 Tessa Szyszkowitz