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Ist es sexuelle Not oder politische Repression? Im Londoner Theater Young Vic stolpert Rory Kinnear in Kafkas “Der Prozess” seinem Ende entgegen. 

Kafka auf Englisch? “Der Prozess” in London? Bevor das Fragezeichen zu Ende gedacht ist, fällt Rory Kinnear als Josef K. bereits über ein rollendes Laufband in die erste Szene. Keine Sekunde lässt der 37jährige Schauspieler Kafkas Helden in den nächsten zwei Stunden ruhen. Seine Augen, Arme, Beine, sie sind ständig in Bewegung, getrieben von einer Bürokratie, in deren Fänge er geraten ist und die nur eines im Sinn hat: ihn fertigzumachen.

In der Schlacht um den Vorsitz der Labour-Party führt ein 66jähriger Linker weit vor den jungen Zentristen.

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Starkurator Hans-Ulrich Obrist über den diesjährigen Pavillon der Londoner Serpentine Gallery, Jogger im Hyde Park und Fundraising-Partys.

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Hans-Ulrich Obrist, 46, gilt als der einflussreichste Kunstkurator der Gegenwart. Seit 2006 arbeitet der Schweizer als Ko-Direktor der Serpentine Gallery im Londoner Hyde Park. HUO, wie er sich gern nennen lässt, um Zeit zu sparen, ist ein Getriebener, permanent rund um den Globus unterwegs. Allerdings hat er sich für profil die Zeit genommen, um mit einem Regenschirm zweifelhaften Designs vor dem kürzlich eröffneten Pavillon des spanischen Architekturbüros selgascono zu posieren. Im strömenden Regen.

So much for the No-go Zone for Non-Muslims in Birmingham...
So much for the No-go Zone for Non-Muslims in Birmingham..

Birmingham, die zweitgrößte Stadt Großbritanniens, ist als Brennpunkt des islamischen Extremismus verrufen. Ausländerfeindliche Propaganda fällt hier auf besonders fruchtbaren Boden. Eine profil-Reportage vor den Unterhauswahlen am 7. Mai.

Text: Tessa Szyszkowitz
Fotos: Alex Schlacher

Jitzhak Herzog, Chef der israelischen Arbeitspartei und Co-Vorsitzender der „Zionistischen Union“, unterlag bei den israelischen Wahlen Premierminister Benjamin Netanjahu. Im profil-Interview erklärt er, dass Netanjahu sein Land in eine Sackgasse geführt hat.

Jitzhak „Buji“ Herzogs Nerven sind auch in den Wochen nach den israelischen Parlamentswahlen äußerst angespannt. Der 54jährige Chef der Arbeitspartei führte am 17. März gemeinsam mit Tzippi Livni von „HaTnua“ das Wahlbündnis „Zionistische Union“ an. Sie gewannen 24 Sitze, Herzog zählte damit zu den Gewinnern. Doch der schmalschultrige Brillenträger mit Piepsstimme verlor insgesamt gegen den polternden Amtsinhaber Benjamin Netanjahu von der Likud-Partei, der dreißig Mandate ergatterte.

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Benjamin Netanyahu won the elections in Israel by appealing to people’s fears. He is more than a cynical populist, argues Tessa Szyszkowitz. The right wing prime minister is the product of a society which cannot bridge the contradictions of its existence any longer. A few of the birth defects of Israel have grown into life threatening diseases – at least if one is interested in Israel as a democratic state with a Jewish identity.

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© 2018 Tessa Szyszkowitz