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Foto: Alex Schlacher

Herzlich Willkommen
zu szylog!

Friedrich Hegel hat vor etwa 200 Jahren sinngemäß gesagt, die Lektüre der Tageszeitung sei für den aufgeklärten Menschen der Ersatz für das Morgengebet. Wie aber jetzt, wo das 21. Jahrhundert ganz neue Anforderungen an unsere Aufnahmekapazitäten, an unsere Sortierfähigkeit stellt? Die Morgenmeditation – die Tageszeitung – ist oft noch digital dabei. Doch jede·r hat bereits einen eigenen Mix an Infoquellen, die manchmal persönlicher sind.

Szylog ist mein bilingualer Blog. Hier gibt es meine Artikel im österreichischen Nachrichtenmagazin profil, im deutschen Magazin für politische Kultur Cicero und meine Welt-Kolumne in der Wiener Wochenzeitung Falter.  Wer will, kann Interviews nachsehen und –hören, die ich in deutschsprachigen und britischen Medien gebe und Studien und Analysen lesen, die ich für Thinktanks schreibe. Mit der Reihe Philoxenia, die ich beim Bruno Kreisky Forum für Internationalen Dialog in Wien kuratiere, liefere ich mit Gästen aus aller Welt Einblicke in Vorkommnisse in Großbritannien, im Nahen Osten, Russland und Europa.

Ich lebte und arbeitete in den Neunzigerjahren im Nahen Osten, in Jerusalem, als es Hoffnung gab auf ein Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern. Später beschrieb ich von Brüssel aus, wie sich die Europäische Union zur Jahrtausendwende eine eigene Währung gab. Schießlich zog ich nach Moskau und beobachtete acht Jahre lang, wie Putin seine autoritäre Kleptokratie aufbaute. Als ich 2010 in London eintraf, stellte ich erfreut fest, dass alle Fäden hier zusammenlaufen: Russen, Tschetschenen, Israelis, Araber und Europäer aller Art geben sich hier ein Stelldichein. Seit die Briten 2016 für den Austritt aus der EU gestimmt haben, verändert sich die Insel. Glücklicherweise London nicht so sehr. Politik und Gesellschaft ringen um eine Vision für das Vereinigte Königreich zwischen Little England und Empire 2.0. 

Szylog begleitet sie dabei. Willkommen.

Bleib auf dem Laufenden!

© 2018 Tessa Szyszkowitz