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Ich weiß, was du getan hast, Claude!

Die KI wird sich zu erkennen geben

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Digitales Wasserzeichen bei Claude :Wen wird es ärgern, wen wird es schützen?

Das digitale Wasserzeichen ist jetzt laut EU verpflichtend. Die AI-Firma Anthropic führt es sogar bei Texten für sein Sprachmodell Claude ein

von Tessa Szyszkowitz

FALTER 35/2026, 25.08.2026

Die EU zeigt Zähne. Seit dem 2. August gelten die Transparenz- und Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte: „Eine Blaupause für vertrauenswürdige KI“ nennt das EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Und wie reagiert eines der wichtigsten KI-Unternehmen der Welt? Anthropic passt seine Programme an die EU-Bestimmungen an und führt eine digitale Signatur für KI-generierte Texte bei seinem Sprachmodell Claude ein.

Geht also, wenn man wirklich will. Der große europäische Markt ist für die großen US-Firmen interessant genug, um sich den EU-Regeln zu unterwerfen. Aber bringen die neuen Wasserzeichen, die KI-Firmen in ihre Systeme einbauen, auch wirklich etwas? Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten.

1. Was ist ein digitales Wasserzeichen?

Das erste Wasserzeichen war ein Irrtum. Als ein italienischer Papiermüller eine fertig gedruckte Seite im Jahre 1282 gegen die Sonne hielt, um die Qualität zu prüfen, sah er seinen Fehler: Ein dünner Draht hatte sich auf das Papier durchgedrückt und eine Linie hinterlassen. Bald wurde die Erfindung sinnvoll eingesetzt: als Herkunftszeichen, auch als Gütesiegel, als Qualitätsmerkmal.

So begann die Geschichte der Kennzeichnung. Heute soll sie nicht nur Waren und Dokumente schützen oder Kindern als Geheimschrift dienen.

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